Ein gesundes Säure-Basen-Milieu ist sehr wichtig für die körperliche Gesundheit.
Zu den wichtigsten Gründen für eine (sehr häufig vorliegende) chronische Übersäuerung des Körpers gehören unter anderem eine ungünstige Ernährung sowie unausgewogene Essgewohnheiten (zu spätes Essen, zu schnelles Essen, unzureichend gekautes Essen etc.). Weitere Faktoren, die eine effektive Entsäuerung verhindern können, sind Bewegungsmangel, Stress und ungünstige Umweltfaktoren wie Lärm oder Smog.
Wenn wir übersäuert sind, fühlen wir uns nicht wohl. Wir sind erschöpft, schlapp, haben Gelenk-, Muskel- oder Kopfschmerzen und Augenbrennen. Es ist also wichtig, den Körper beim Entsäuern zu unterstützen, um zu regenerieren und sich wieder fit zu fühlen.
Der pH-Wert gibt an, wie basisch bzw. wie sauer etwas ist. Die pH-Wert-Skala beginnt bei 0 (extrem sauer) und endet bei 14 (extrem basisch), während in der Mitte, also bei 7 der neutrale Punkt liegt. Das heißt, dass Werte über 7 den basischen Bereich kennzeichnen und Werte unter 7 den sauren Bereich.
Gerät der Säure-Basen-Haushalt nun aus dem Gleichgewicht, dann kommt es zu pH-Wert-Schwankungen und infolgedessen zu Funktionseinbußen der entsprechenden Organe. Im Darm sitzt auch noch zu einem Großteil unser Immunsystem, so dass eine Infektanfälligkeit und das Entstehen von Erkrankungen durch eine chronische Übersäuerung begünstigt werden können.
Mit speziellen Urin-pH-Streifen kann man den pH-Wert im Urin messen. Es ist eine ganz simple, kleine Maßnahme, um schnell Aufschluß über das eigene Säure-Basen-Milieu zu erhalten.
Wir führen diese Testung bei unseren Patienten regelmäßig durch und beraten Sie im Anschluss zur geeignetsten Methode zum Entsäuern.
Es gibt viele verschieden Möglichkeiten, den Körper beim Entsäuern zu unterstützen, hier einige der wichtigsten:
- Die effektivste Methode ist die basenhaltige Infusion, diese bieten wir in unserer Praxis auch an. Wie beraten Sie gerne!
- Basische Ernährung – auch hierzu beraten wir Sie gern.
- Basenpulver zur oralen Einnahme, dabei müssen wichtige Dinge beachtet werden!!
- Basische Bäder: Basische Vollbäder (2 – 3 mal wöchentlich) fördern die Entsäuerung über die Haut. Alternativ können tägliche basische Fußbäder durchgeführt werden.
- Bentonit zur Förderung der Entsäuerung, Beschleunigung der Entgiftung und Entlastung des Organismus.
- Bitterstoffe unterstützen die Entsäuerung sehr effektiv. Da alle bitterstoffhaltigen Kräuter basisch und infolgedessen entsäuernd wirken, wird empfohlen, regelmäßig vor den Mahlzeiten Tees zu trinken, die aus bitterstoffhaltigen Pflanzen bestehen.
- Dazu gehören: Löwenzahn, Schafgarbe, Kardamom, Kalmus, gelber Enzian, Galgant, Engelwurz, Tausendgüldenkraut, Wermut und weitere Kräuter.
- Unter anderem regen die Bitterstoffe in den genannten Heilpflanzen die Bildung von Verdauungssäften an. Entsäuernde Bitterstoffe können nicht nur als Tee, sondern auch als Tropfen oder in Form einer anderen Darreichungsform eingenommen werden.
Löwenzahnpesto
Ein leckeres Rezept mit vielen Bitterstoffen!
Zutaten (für etwa 8 Portionen):
- 100 g Sonnenblumenkerne
- alternativ: 100 g Pinienkerne
- 1 dicker Strauß (etwa 100 g) junger Löwenzahn
- etwa 80 ml Olivenöl
- 1 kleine Zehe Knoblauch
- 1 gehäufter EL Mandelmus
- Salz
- Pfeffer
- nach Belieben: Chilipulver
Zubereitung:
Bei Bedarf die Sonnenblumenkerne vorab in einer trockenen Pfanne vorsichtig rösten: Das ergibt ein angenehm nussiges Aroma.
Die Löwenzahnblätter – sie sollten möglichst jung und zart sein – waschen, trocken schütteln und grob hacken. Die Knoblauchzehe abziehen.
Löwenzahn, Knoblauch, Sonnenblumenkerne und Öl nach und nach in einen Mixer geben oder in einem hohen Gefäß mit einem Pürierstab fein zerkleinern. Zum Schluss das Mandelmus unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.
Nährwerte (pro Portion): 173 kcal, 4 g Eiweiß, 15 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 1 g Ballaststoffe
Guten Appetit!
