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Probiotika & Präbiotika – was ist was?

Wenn die Nahrungsmittelunverträglichkeiten gerade entdeckt wurden und dazu evtl. sogar noch eine Dünndarmfehlbesiedelung kommt, dann geht es in erster Linie darum, den Darm zu pflegen und in gewisser Art auch zu schonen, um ihn langfristig zu reparieren! Das bedeutet in den ersten Wochen eine Ernährungsumstellung nach strengeren Maßgaben, um das erreichen zu können. Es ist aber nicht das Ziel, ewig mit Schonkost zu leben. Langfristig soll der Darm so stabil gehalten werden, dass eine erneute Erkrankung ausbleibt. Sind die Unverträglichkeiten bedingt durch die Dünndarmfehlbesiedlung, dann möchte man sie am Ende der Darmsanierung natürlich auch für immer los sein. Man kann seinen Darm unterstützen, indem man ihn mit Prä- und Probiotika versorgt, den guten Darmbakterien und ihrem Lebenselexier. Dem Stoff, der dafür sorgt, dass die Guten bleiben und die Bösen nicht Überhand nehmen!

Probiotika vs. Präbiotika

Probiotika – winzig kleine Lebenwesen

Probiotika sind Mikroorganismenstämme, die natürlicherweise in unserem Darm vorkommen. Sie leben quasi mit uns in einer Art Symbiose und

  • helfen uns beim Verstoffwechseln der Nahrung,
  • unterstützen unser Immunsystem,
  • sorgen dafür, dass die Stämme an für uns schlechten Mikroorganismen sich nicht vermehren können,
  • helfen uns dabei, gesund und schlank zu bleiben.

Klassischerweise finden wir Probiotika in Natur-Joghurt und in milchsauer vergorenem Gemüse (z.B. Sauerkraut). Sie sind jedoch weniger Teil eines bestimmten Nahrungsmittels, sondern vielmehr sind es lebende Bakterien, die sich durch Stoffwechselprozesse in verarbeiteten Nahrungsmitteln angereichert haben.

Präbiotika – Nahrung für diese kleinen Lebewesen

Präbiotika hingegen sind die Inhaltsstoffe in den Nahrungsmitteln, die für uns unverdaulich sind, aber als Futter für die guten Mikroorganismen dienen (z.B. Inulin, Galacto- & Fructooligosaccharide). Sie gehören zu den Ballaststoffen. Es ist wichtig, genügend Präbiotika auf dem Speiseplan zu haben, damit die guten Mikroorganismen sich vermehren können.

Ohne Futter, keine Mikroorganismen – ohne Präbiotika, keine Probiotika!

Viele Präparate – welches soll ich nehmen?

Probiotika und Präbiotika als Zusätze oder Präparat

Es gibt viele verschiedene Produkte auf dem Markt: Es gibt auf der einen Seite die verarbeiteten Lebensmittel, die mit zusätzlichen Probiotika angereichert wurden und auf der anderen Seite Produkte, die Prä- und Probiotika gesondert enthalten. Dabei ist zu beachten, dass es nicht das eine Probiotikum gibt, sondern dass unser Darm aus einer großen Mischung verschiedener Mikroorganismenstämme besteht, die für uns förderlich sind. Auch wenn man sich jetzt vielleicht gern dazu verleiten lassen möchte nach dem Motto „Viel hilft viel!“ zu irgendeinem beliebigen Kombi-Präparat zu greifen, so sollte die Zufuhr an Probiotika doch individuell angepasst werden. In unserem Ernährungsplan gehen wir auf Ihre individuellen Testergebnisse ein und empfehlen darauf abgestimmte, freiverkäufliche Präparate. Mit denen können Sie gerade in der Anfangsphase der Ernährungsumstellung ihren Darm effektiv unterstützen.

Probiotika und Präbiotika – Unterstützung aus der Natur

Darüber hinaus handelt es sich bei den Präbiotika und Probiotika ja um natürlicherweise in unserer Ernährung vorkommende Mikroorganismen und deren Nährstoffe. Die Symbiose zwischen den Mitbewohnern im Darm und uns selbst besteht ja schließlich schon seit Anbeginn der Zeit. Wie also haben die Menschen früher dafür gesorgt, ihr Darmmilieu im Gleichgewicht zu halten?

Ballaststoffe sind das Futter für unsere Bakterien im Darm. Sie können nicht von uns selbst verdaut werden, wandern also unverdaut bis in den Darm, wo sie dann von den Mikrorgansimen verstoffwechselt werden. Die bösen – die pathogenen Mikroorganismen – hingegen, können mit dieser Art von Futter wenig anfangen und sich dementsprechend auch nicht mehr vermehren!

Die besten Quellen für diese natürlichen Präbiotikasind z.B. Hafer- und Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Obst- und Gemüseprodukte im Allgemeinen. Besonders viel Inulin findet sich z.B. in Chicorée, Artischoken, Pastinaken, Schwarzwurzeln und Zwiebeln.

Hinweis: Für den noch nicht sanierten Darm sind diese Nahrungsmittel zunächst meist mit zusätzlichen Beschwerden verbunden. Hier soll es ja aber darum gehen, wie wir mit natürlichen Lebensmitteln die wieder aufgebaute Darmflora langfristig dabei unterstützen können, im Gleichgewicht zu bleiben. Deshalb sollte der Anteil an Ballaststoffen in der Nahrung langsam gesteigert werden, vor allem, wenn die Ernährung bislang eher ballaststoffarm war.

Bei Probiotika wird das mit der natürlichen Zufuhr schon etwas schwieriger, denn schließlich handelt es sich ja um lebende Bakterienstämme. Man kann sich unschwer vorstellen, dass in den pasteurisierten, ultrahoch erhitzten und anderweitig lebensmitteltechnologisch verarbeiteten Fertigprodukten aus dem Discounter nicht mehr sehr viel Lebendes übrig geblieben ist. Das hat vor allem den Hintergrund, dass Lebensmittel sichersein sollen, also keine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher beinhalten sollen. Wir brauchen aber die guten Bakterienstämme für unsere Gesundheit, für unseren gesunden Darm!

Deswegen ist das Thema Fermentieren wieder in aller Munde: Schon die Oma hat den Kohl geraspelt und eingelegt sich selbst überlassen, bis aus dem Kohl Sauerkraut wurde. Damit war er nicht nur länger haltbar, sondern auch gleich Medizin für unseren Darm. Für milchsaures Einlegen braucht man nur klein geschnittenes Gemüse, Gewürze, ein schönes, großes Glas/Gefäß und einen Stampfer, der alles fest zusammen presst – und Zeit! Und dann füllen wir unseren Darm wieder mit den Guten auf.

Hinweis: Für Leute, die auf Histamin empfindlich reagieren, ist milchsauer Eingelegtes leider nicht geeignet.

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Georgi • Fiedler

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